wer geht da fremd...? wer geht da fremd...?

Erklärungsversuche eines bis dato überzeugten FJR - Fahrers....!

 

Die letzten Tage mussten wir feststellen dass es einfach viel schöner ist auf kleinen Nebensträsschen zu fahren.

Man kommt auch an Stellen wo man mit der FJR nur mit gemischten Gefühlen hinfährt...Offroad-Feelings...Schotter...Feldwege...usw...Und das alles ist affengeil!

Man sieht ganz einfach mehr von der Welt.

 

Neidlos musste ich zu meinem Leidwesen feststellen dass meine geliebte FJR für diese mit kurzen, knackigen Kurven übersäten Pfade einfach zu schwer und zu unhandlich war. Ich glaube, dass mein Brüderlein insgeheim dieselben Gedankengänge vearbeitete. 

Uns chronischen BMW-Hassern, die ich und mein Bruder damals (noch) waren tat das unsäglich weh((((((

 

Unser Uli fuhr mir mit seiner 1150 GS dermassen leichtfüssig um die Ohren dass ich insgeheim schon darüber nachdachte ob ich nochmal Motorradfahren lernen soll oder ob die GS wirklich für dieses Terrain soviel besser ist. Jedenfalls hatte ich nach ein paar Tagen Oberarme wie Arnold Schwarzenegger.

 

Roger, der Kollege aus den rheinischen Gefilden war ja mit der R 1200 GS nebst Gattin angereist. So nutzten wir beide die Gunst der Stunde und machten, gaaaaaanz unverbindlich, eine Sitzprobe. Das Dingens lies sich wie ein Fahrrad halten. Da waren Welten dazwischen. Mir gefiel das schmale Reh auf den ersten Blick und in meinem Kleinhirn wurden so einige Teufelchen aktiv....kauf mich...kauf mich doch....Hilde ahnte da schon übeles.

 

Es kam wie es kommen musste, als wir wieder zurück in Aschaffenburg waren, klingelte Samstags früh das Telefon. Mein Bruder war dran und wollte mal bei unserem ansässigen BMW-Dealer vorbei schauen. Nur gugge.....klar doch...!!!!

 

Jedenfalls gesagt, getan und beim Händler eingelaufen und was steht hinten in der Ecke? Eine R 1200 GS in gelb mit allem Schnickschnack dran. Ich fraaach mal was dat Dingens kostet. Nachmittags war die GS mir!!!! Ohne Probefahrt usw...  

Füsse zu kurz..... Füsse zu kurz.....

 

Was will uns dieses Bild sagen?

 

Purzels Geburtsmanko, sprich die zu kurz geratenen Beine verhinderten an diesem Tag sein Vorhaben wohl auch eine GS haben zu wollen. Er hat einfach die Füsse nicht auf den Boden bekommen....Grins.....

 

Der kaufte sich dann eine BMW F800.....sollte aber nur von kurzer Dauer sein. Mittlerweile ist ER auch begeisterter GS - Fahrer.

 

Wie es dazu kam soll er aber mal selber erzählen. War ne geile Nummer....HiHiHiiiiiiiii(((((

 

Nun aber zur letzten gefahrenen Tour in Frankreich....leider

 

Tour 6           rund um den Tarn und Peyre

 

 

Uli, unser Herbergsvater, wollte uns an unserem letzten Tag nochmal so richtig die faszinierenden Landschaften und Sehenswürdigkeiten des Gegend zeigen.

 

Die Tour führte von Lapanouse ausgehend in die westlichen Gefilden des Tarn. Ein Höhepunkt waren die "Casquades de Tarn", tief eigeschnittene Täler wo Felsrücken das Flüsschen so eingengt haben dass sich grössere Wasserflächen gebildet haben.

 

Des weiteren ging es am Tarn entlang durch malerische Ortschaften wie Saint Affrique, wo mittelalterliche Burgen zu besichtigen waren.

 

Der absolute Höhepunkt war dann aber das Felsennest "Peyre". Hier ist ein Grossteil der Häuschen direkt in die steilen Felshänge hinein gebaut. Genial schön.

 

Auch bietet sich hier einer der schönsten Ausblicke auf das "Viaduct de Millau", wie schon erwähnt die höchste Autobahnbrücke der Welt.

Es war zum Abschluss eine wirklich traumhafte Tour. Spätabends sind wir dann wieder in Lapanouse eingetrudelt.

 

Was bleibt jetzt noch..Na ja, Motorräder bei Dunkelheit auf den Anhänger geladen, lecker Abendessen mit Ute & Uli, noch ein bisschen zusammen sitzen und dann ins Bett.

 

Nächsten Morgen sind wir dann schweren Herzens nach Hause gefahren.

 

 

 

 

An dieser Stelle

Ein wirklich grosses Kompliment an unsere "Herbergseltern" Ute und Uli vom Refuge de Motard.

Beide haben uns eine absolut göttliche Woche in Lapanouse de Severac beschert die uns unvergesslich bleiben wird

Wir haben uns selten so wohlgefühlt wie bei den beiden

Vielen Dank

 

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