Donnerstag 02. August 2007

Edinburgh - Stirling - Firth of Forth Bridge

Zuerst noch ein paar Gedanken über die Unterkunft hier im Counan Hotel.
Das Zimmer, im Sonnenschein betrachtet, eine Zumutung. Ulli und Hilde hätten ihre reine Freude daran.

Wollmäuse, dicker Staub, Schimmel, Hygiene im Sanitärbereich unter aller Sau. Nix gegen Inder, Pakistani, aber übernachten werde ich in Schottland nur noch bei Europäern.

 

Nach einem „spitzen Frühstück", in den Kaffee nur ein kleiner tropfen Milch, und Schnee ist schwarz dagegen. Zum Toast gab es Brombeer-, Himbeer- und Heidelbeermarmelade und sonst nix. Ich frage mich, wie soll ich mit solch einer Kraftnahrung Motorrad fahren?
Die Leute unfreundlich, von asiatischer Gastfreundschaft nix zu spüren, so was brauch ich nicht mehr. Lieber schlafe ich in einem Black House.

 

William Wallace William Wallace

Heute steht das Stirling Castle und das Wallace Monument auf unserem Programm.

Sir William Wallace of Elderslie, eigentlich William Walleys, (* um 1270 in Elderslie bei Paisley in Schottland; † am 23. August 1305 in London hingerichtet) war ein schottischer Freiheitskämpfer.

Das Wallace Monument ist ein 67 m hoher vierkantiger Turm, welcher 1869 bei Stirling zum Gedenken an William Wallace (Braveheart) errichtet wurde.

Wallace Monument Wallace Monument

Der im gotischen Stil erbaute Turm befindet sich 1,5 km nordöstlich von Stirling auf dem Berg Abbey Craig an der Straße nach Dunbley. Angeblich soll Wallace von diesem Hügel aus die englische Armee beobachtet haben, ehe er die schottischen Truppen beim Angriff befehligte.
Die Bauzeit betrug acht Jahre. Ortsansässige behaupten, man habe den Turm als Attraktion für englische Touristen
erbaut.

Das Monument ist wirklich sehenswert, aber um die Aussicht von der Plattform des Monuments zu genießen, muss man 265 Stufen überwinden. Ich war geschafft bis ich oben war. Für die Schinderei wird man dann mit einem klasse Ausblick, auf das Schlachtfeld an der Stirling Bridge, und auf das Stirling Castle gegenüber, belohnt.

Wenn wir schon mal hier sind, wollen wir auch dem Stirling Castle, das ja in unmittelbarer Nachbarschaft liegt, einen Besuch abstatten. Es befindet sich über der Altstadt auf dem Castle Hill, einem steil aufragenden Hügel vulkanischen Ursprungs.

 

Wir wollten das Schloss eigentlich besichtigen, haben uns das aber gleich wieder verkniffen. Die Eintrittspreise sind schon ganz schön happich, man kann sogar sagen unverschämt. Aber der Besucherstrom gibt den Schotten recht. Der Parkplatz bis zum letzten Platz voll. Für Motorräder werden keine Gebühren verlangt.

Wir verabschieden uns von Stirling und fahren nach North Queensferry, wo wir uns die beiden Forth Bridges ansehen wollen.

Die Brücke besteht aus insgesamt fast 47.000 Tonnen Stahl (inklusive der fast 50.000 Kilometer Drahtseil in der Aufhängung). Ein imposantes Bauwerk ist die Forth Rail Bridge. Nach sieben Jahren Bauzeit wurde die Brücke 1890 offiziell eröffnet. Sie ist 2,5 Kilometer lang und besteht aus drei massiven je 110 Meter hohen, 1x495 und 2x460 m langen, auf je vier Pfeilern ruhenden rautenförmigen Fachwerkträgern, an die sich vier kleinere Viadukte anschließen. Der Zugverkehr verläuft in knapp 50 Metern Höhe über dem Wasser, so dass der Schiffsverkehr weiterhin ungehindert den Firth of Forth befahren kann. Die Spannweiten zwischen den Hauptpfeilern betragen 521 Meter. Das gesamte Bauwerk besteht aus etwa 54.000 Tonnen Stahl und wird von 6,5 Millionen Nieten zusammengehalten.

 

 

Wir reißen uns los von den faszinierenden Aussichten und fahren ein letztes Mal über die Forth Road Bridge zurück nach Edinburgh in unsere Unterkunft.

Ein bisschen Wehmut kommt nun doch auf, denn morgen ist unser letzter Tag in Schottland. Die Fähre wartet in Newcastle auf uns.

 

 Aber zuerst müssen wir profaneres abklären.
Wir überlegen, sollen, wollen oder müssen wir nochmal Geld holen, denn mit Pfunden sind wir nun wirklich knapp. Wir müssen nochmal essen gehen, die nächste Frage ist, müssen wir nochmal tanken?
Also, beschließen wir morgen soweit wie möglich zu fahren, ohne zu tanken.
Alles was wir noch an englischem Bargeld haben, wird zusammen gesucht , es sollte für Barmeals und Guinness reichen, aber dann wird es knapp. Es bleiben nach dem Essen noch ca. 20 Pfund übrig.

Das muss für den Weg nach Newcastle, einschließlich Benzin, reichen, basta.

Wir packen schon mal zusammen und verstauen was geht schon in den Koffern, damit es am Morgen schneller geht, hier wegzukommen.

Gegen 22:00 Uhr hüpfen wir schließlich ins Bett.

Wecken ist um 07:00 Uhr.

 

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