Montag 23. Juli 2007

Newcastle North Shield - Tyndrum

 

Ich werde schon vor dem Wecker wach, es ist 7:00 Uhr, Zeit zum Aufstehen. Duschen, in die Kleider springen und Frühstücken. Der Magen verlangt nach Rührei, Schinken, Käse usw. Kurz gesagt, alles was der Magen verträgt ist am Buffet aufgebaut. Wir fühlen uns richtig wohl und satt.

Wir gehen an Deck, alles ist nass, es nieselt, It’s a fine day for ducks.

Also ist heute Goretex angesagt. Alle restlichen Kleider sind auch wieder trocken und werden nur temporär eingepackt, da das Parkdeck erst 15 Minuten vor dem Anlegen öffnet.

Dann muss es schnell gehen, Moppeds losbinden und aus dem Schiff herausfahren.

Denkste, wir stehen in einer Sackgasse und müssen warten bis alle draußen sind, dann erst wird unser Deck abgesenkt und so kommen wir erst 11:15 Uhr vom Schiff. Nun müssen wir erst noch durch die Einreisekontrolle und den Zoll.

Dann ordnen wir erst mal unser Gepäck, bauen die Kamera ans Mopped und nun gehts los so schnell wie möglich nach Schottland. Daran denken, ab jetzt wird LINKS gefahren.

Wir fahren erst mal ein paar Mal im Kreis herum, dreispurige Kreisel sind a kloa weng gewöhnungsbedürftig, deshalb fahre ich auch paar Mal herum um zu üben. Aber dann sind wir auf der A1 und wenig später zweigen wir auf die A 697 ab, fahren aber immer noch durch Englands liebliche Landschaft.

 

Wir rollen ganz gemütlich bis Wooler, Cornhill on Tweed und haben wenig später Coldstream in der Region „Borders" in Sichtweite.

Coldstream ist ein ganz wichtiger Ort, denn der Fluss Tweed bildet die natürliche Grenze zu Schottland.

 

Wir fahren über die Brücke, die den River Tweed überspannt und sind in Scotland. Irgendwie sieht, merkt man das aber nicht, außer an der Schottischen Flagge, die am Straßenrand weht.

Das Schottische Wappen, und der Schottische Wahlspruch,

 

 

 

„Nemo me impune lacessit“

Niemand reitzt mich ungestraft

 

 

Das erklärt doch Vieles!

Wir fahren nun durch die Midlothian Region bis Dalkeith und sehen in der Ferne Edinburgh und die Brücke über den Firth of Forth, das erste Highlight, welches wir auf unserer Reise sehen. Bevor wir über die Forth Road

Bridge fahren können, wenn sie offen ist, müssen wir allerdings erst noch auf dem Cityring um Edinburgh herumfahren. Die Firth of Forth ist mittlerweile für Mopeds Mautfrei. Sie ist schon ein imposantes Bauwerk welches 1964 eröffnet wurde. Leider sieht man, in nördlicher Fahrtrichtung, von der Forth Rail Bridge sehr wenig. Wir werden uns die Rail Bridge noch genauer anschauen. An der Ausfahrt Rosyth verlassen wir die A90 und fahren durch Crossford, Carnock, Oakley und weiter bis Dunblane.

Die Landschaft wandelt sich, und wir sind jetzt wirklich in Schottland und den Highlands angekommen.

 

Wir erreichen unser erstes Loch.

Nein kein normales Loch oder hole. Ein Loch ist ein See oder ein Fjord!

Es ist der Loch Earn.

Wo es manchmal regnet. Aber nie lange. Den Regenkombi auszupacken und sich reinzwängen, lohnt sich überhaupt nicht.

Wir fahren, nein, fast schieben wir die Moppeds durch die traumhaften Ausläufer der Trossachs und kommen schon wieder an ein Loch.

Diesmal ist es Loch Lubhair. Als ich am Ufer des Sees entlang lief, hatte ich wohl auch die erste Begegnung mit den fiesen Midges. Denn abends stellte ich fest, dass ich so kleine juckende Löcher in meiner Haut, an den Armen hatte. Zu diesem Zeitpunkt machte ich mir noch keine Gedanken darüber.

 

Wir müssen uns von dem Anblick der Berge und Landschaften lösen, denn wir sind noch lange nicht am Tagesziel und müssen weiter.

 

So langsam meldet sich ein gewisses Körperteilteil und fordert eine längere Pause.

Wir erreichen Taigh an Droma, Tyndrum am Südende des Rannoch Moors.

Es sollen hier 165 Schotten leben. Auch soll hier in der Gegend, Rob Roy gelebt haben.

Sein Grab kann man besichtigen. Auf persönliche Gegenstände ist selbst zu achten!!

In Tyndrum angekommen, finden wir auch gleich das Dalkell Cottages B&B. Wir sind sehr freundlich aufgenommen worden, auch noch als sie Jürgen sahen.

 

Es war genau der richtige Zeitpunkt um das Tagesziel zu erreichen. Schnell das Gepäck ins Zimmer gebracht, die Moppeds schlafen gelegt

und wir relaxten erst mal nach einer wohlverdienten Dusche im Garten und genossen die letzten Sonnenstrahlen an diesem Tag.

 

Aber wir mussten ja nochmal auf die Füße. Der Magen maulte und verlangte nach Nahrung, die Kehle war auch ganz trocken und sollte angefeuchtet werden. Wir machten zwar kurz vor der schottischen Grenze ein kleines Päuschen mit Apple Pie und Kaffee, aber sonst den ganzen Tag nix.

Wir spazierten also durch das 160 Seelen Dorf, immer die Wolken im Auge und suchten ein Restaurant.

So fanden wir Paddy’s Pub, wo es uns richtig gut ging,

mit Steak, Lagerbier und Guinness.

Haben uns auch herrlich amüsiert, über manch abgedrehte und ferngesteuerte Schotten. Sie sind schon ein lustiges Völkchen. Immer nett und höflich.

Des Tages Resümee ist, den ganzen Tag ohne nennenswerten Regen durchgefahren.

Haben ein wirklich gutes B&B gefunden.

Sind nach gefahrenen 331 Kilometern, einem sehr guten Dinner und ca. 2, 3, oder 4 Guinness und Lager rechtschaffen müde.

Das Frühstück haben wir für 8:00 Uhr, mit Rühr- und Spiegelei, Speck und Bohnen bestellt.

Kostet pro Nase und Nacht ca. 27 £,

Adresse: B&B Tyndrum

Dalkell Cottage

Lower Station Road, Tyndrum

Crianlarich, FK 20 8R4, Scotland

www.dalkell.com

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