der13.Tag 27.05.2009
von Inverness
nach
Ballachulish
Was gibt es über den heutigen Tag zu sagen...eigentlich nur, dass es der 13zehnte Tag ist und dass die 13 wirklich keine Glückszahl ist...!!!!!
Wir sitzen am Frühstückstisch als unsere beiden Wülfrather Freunde mit sichtlich gedrückter Stimmung an den Tisch treten. Was ist denn mit Euch los....??
Wir bekommen die Information, dass Dirk nach einem frühmorgendlichem Anruf seines langjährigen "guten Freundes des Hauses" vor einem Scherbenhaufen steht.
Ich habe mir lange überlegt ob ich das Geschehen hier näher kommentieren soll aber ich glaube das wird dann doch zu persönlich.
Was wir, Hilde & Jürgen, allerdings nicht verkneifen können ist unser Entsetzen über die menschliche Nullnummer die hier abgezogen wurde.
So was, in dieser Art und Weise, geht gar nicht!!! Und HALLO...schon gar nicht unter Freunden..???!!!
Eventuell erfolgt hierzu ein eigener Kommentar auf den Seiten der Kremers...www.motorradparadiese.de
Die Stimmung ist auf jeden Fall auf den Nullpunkt gefallen und der restliche Urlaub ist bis auf weiteres erstmal gründlich versaut.
Danke an den "Familienfreund"..!!! Die Scheisse soll DICH treffen..!!!
Zu der gedrückten Stimmung passt letztendlich auch das Wetter.
So verlassen wir Inverness und fahren, von tiefhängenden Regenwolken begleitet, vorbei am Schlachtfeld "Culloden Mor" und weiter auf der B 9006. Kurz vor Tombreck biegen wir auf die B 861 ab und fahren wieder über einsame Wege bis zum Loch Ashie. Sicht auf die Landschaft ist durch den andauernden Regen so gut wie nicht möglich. Schade. Von hir führt dann die B 862 über die Flanken der das Loch Ness einschliessenden Berghänge. Kurz vor Invergarigaig geht es dann steil bis ans Ufer des Loch Ness hinunter. Auch hier sieht man nicht wirklich was von dem sagenumwobenen See. Weiter nach Fort Augustus am Caledonian Canal der die beiden Hälften des Loch Ness verbindet. Dort, patschnass wie wir sind machen wir erstmal eine Kaffeepause und versuchen die gedrückte Stimmung der Kremers etwas aufzuhellen...es klappt nicht! Wen wunderts?
Wir verlassen Fort Augustus auf der A82 Richtung Fort William. Wenigstens hört es langsam auf zu regnen aber freie Blicke auf Loch Oich und Loch Lochy haben wir trotzdem noch nicht. Zu viele Nebelschwaden ziehen über die Berghänge heran ins Tal.
Kurz vor Fort William halten wir kurz an und vereinbaren dass wir unss jetzt trennen. Die beiden Kremers haben verständlicherweise keinen grossen Bock mehr und wollen direkt zu unserem Tagesziel nach Ballchulish fahren um erstmal ganz alleine das heute früh erlebte zu verdauen.
Hilde und ich biegen dann in Fort William ab. Die kleine, achterbahnähnliche Strasse führt uns tief hinein ins traumhafte Glen Nevis mit seinen beiderseits hoch aufragenden Bergen. Überall stürzen kleine Bäche über die steilen Bergflanken herab.
Am Parklatz der Lower Falls, einem Felsdurchbruch wo sich der River Nevis gurgelnd und schäumend hindurch zwängt, machen wir halt und spazieren ein bisschen durch die tolle Gegend.
Dann gehts weiter bergauf bis zum endgültigen Ende der Strasse. Die endet wiederum auf einem Parkplatz. Von hier kann man die atemberaubende Umgebung nur noch zu Fuß erwandern.
Ballachulish Bridge
Es geht über die Rollercoaster-Strasse zurück nach Fort William.
Wir machen einen Abstecher an die Police Station wo wir vor ein paar Tagen Purzels Mopped abgestellt hatten. Das Mopped ist weg. Der Abschleppservice hat die Q schon geholt. Wenigstens ebbes läuft gut.
Dann gehts am Loch Linnhe Richtung Ballachulish entlang. Über die Ballachulish Bridge und kurz danach trudeln wir an der Fern Villa, unserem B&B für heute Nacht ein.
Wir duschen schnell und dann gehts in den Pub. Nach Aussage unserer Wirtsleute sind Ulrike und Dirk da schon eine geraume Zeit. Also schaun mer mal nach den beiden.
Wie zu vermuten war hat sich Dirk schon ein paar Bier in den Kopf geschüttet. Frustsaufen. Na da werden wir doch mal Beistand leisten. So langsam kommt auch eine Trotzreaktion bei Dirk hoch...von dem Arsch lasse ich mich nicht unterkriegen. Recht so..!!
Abendessen und dann gehts heute etwas früher in die Falle.
Ende eines doch erheblich verkorksten Tages
